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Familien mit Kleinkinder können dank komfortablen Reisemöglichkeiten ohne weiteres Ferien in fernen Ländern verbringen. Nichtsdestoweniger müssen Reisepläne mit Kleinkindern sehr gut vorbereitet werden, wobei auch ganz grundsätzlich Sinn und Nutzen für das Kind abgewogen werden müssen. Prinzipiell abzusehen ist von Reisen in tropischen Länder mit Säuglingen unter einem Jahr. Bei älteren Kleinkindern müssen strikte Vorsichtsmassnahmen getroffen und klare Verhaltensregeln befolgt werden, damit Ferien zum Spass für die ganze Familie werden.
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Was ist vor der Reise zu beachten?
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IMPFUNGEN
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Informieren Sie Ihren Kinderarzt mindestens 2 bis 3 Monate vor der Abreise über Ihre Ferienpläne, damit genügend Zeit bleibt, die nötigen Impfungen vorzunehmen.
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Es ist wichtig, dass die Kinder gegen Starrkrampf, Diphtherie, Kinderlähmung, Hirnhautentzündung Typ B ebenso geschützt sind wie gegen Masern und Keuchhusten, da diese Krankheiten noch in vielen Ländern häufig vorkommen.
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Je nach Reiseziel muss ebenfalls gegen Typhus und Gelbfieber geimpft werden.
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Bei längerem Aufenthalt ist Impfvorsorge gegen Hepatitis B, Tuberkulose und Tollwut notwendig.
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Hepatitis A kommt weltweit häufig vor und wird vielfach durch Trinkwasser übertragen. Die Krankheit verläuft bei Kinder gutartig. Die Impfung ist ab 1 Jahr möglich und wird besonders für Kinder empfohlen, die sich häufig in Gruppen aufhalten (Krippen, Schulen), damit sie nach der Heimkehr ihre Umgebung nicht anstecken.
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MALARIAPROPHYLAXE
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Stechmücken übertragen in vielen tropischen Ländern besonders zur Dämmerungszeit Malaria und weitere Krankheiten. Malaria verläuft bei Kindern besonders schwer.
Der Arzt wird Sie beraten, ob eine Malariaprophylaxe durch ständige vorbeugende Medikamenteneinnahme notwendig oder ob das Mitnehmen eines Präparates für den Notfall angezeigt ist. Zusätzlich müssen Insektenstiche mit geeigneten Massnahmen vermieden werden.
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REISEAPOTHEKE
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Stellen Sie eine Reiseapotheke zusammen, die Sie und Ihr Kind gegen Notfälle wappnet. Dazu gehört:
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Schmerz- und fiebersenkende Mittel in Tropfen oder Tablettenform, da Zäpfchen in der Wärme schmelzen.
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Mittel gegen Reisekrankheit
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Mittel zur Wundversorgung mit desinfizierender Lösung und Verband beziehungsweise Pflaster.
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Pulver oder Tabletten mit rehydrierender, elektrolytischer Zusammensetzung zum Auflösen in abgekochtem Wasser.
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Auf Anraten des Arztes antiallergische oder antibiotische Medikamente.
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SONNENSCHUTZ
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Sonnenschutzlotion und Lippenstift Faktor 15 bis 28 (europäische Norm!), plus eine gute Feuchtigkeitscreme.
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Sonnenhut und gute Sonnenbrille
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INSEKTENSCHUTZ
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Antimückenlotion oder -spray sind unerlässlich. Lassen Sie sich beim Kauf von einer Fachperson über die Eignung für Kleinkinder beraten.
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Nehmen Sie auch Moskitonetze und Insektizidspray zur Verwendung auf Kleidern und im Raum mit.
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Was ist während der Reise zu beachten?
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DRUCKAUSGLEICH IM FLUGZEUG
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Der wachsende Kabinendruck in Flugzeugen beim Anflug kann Kindern Ohrenschmerzen verursachen. Dies lässt sich mit einfachen Mitteln verhindern. Lassen Sie Ihr Kind während des Anflugs trinken, Kaugummi kauen "ältere Kinder" auch zuckerfreie Bonbons lutschen.
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Falls Ihr Kind erkältet ist, verabreichen Sie ihm eine halbe Stunde vor der Landung Nasentropfen.
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ANPASSUNG AN ZEITVERSCHIEBUNG
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Kinder können durch die Zeitverschiebung ziemlich aus dem Rhythmus gebracht werden. Rechnen Sie mit genügend Zeit für eine Anpassung.
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DURCHFALLERKRANKUNGEN VORBEUGEN
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Reisedurchfall durch ungewohnte und verunreinigte Nahrungsmittel und Getränke ist äusserst häufig, wenn die Regel „boil it, cook it, peel it - or forget it!“ nicht beachtet wird. Bei Kindern, wo die Gefahr von Flüssigkeitsverlustes bei andauerndem Erbrechen und Durchfall sowie Fieber besonders hoch ist, muss vorbeugend sehr sorgfältig gehandelt werden. Je jünger das Kind, desto schneller kann es durch massiver Flüssigkeitsverlust in eine lebensbedrohende Situation geraten.
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Unbehandeltes Leitungswasser, Eiswürfel, Eiscreme und rohe Milchprodukte, ungeschälte Früchte, Salate, rohe Gemüse und rohe Meeresfrüchte sind absolut zu vermeiden. Alle Getränke müssen mit abgekochtem Wasser (5 Minuten) oder solchem aus originalverschlossenen Flaschen zubereitet werden.
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INSEKTENSTICHE VERMEIDEN
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Halten Sie sich ab Dämmerungszeit vom Wasserflächen fern.
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Tragen Sie und Ihre Kinder Kleider, die die ganzen Arme und Beine bedeckt, sowie geschlossene Schuhe.
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Besprühen Sie die Kleider mit einem dafür vorgesehenen Antiinsektenspray.
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Schlafen Sie nachts unter Moskitonetzen, und halten Sie die Räume mit Insektizidspray frei von Mücken.
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TROPISCHE SÜSSGEWÄSSER MEIDEN
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Verzichten Sie in jedem Fall auf Boden oder auch nur Hände- oder Füsse waschen in Seen oder Flüsse. Magen- Darm- Erkrankungen, Typhus und Bilharziose können so übertragen werden. Salzwasser und chlorierte Swimmingpools sind sicher.
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TIERBISSE VERMEIDEN
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Tiere, auch Haustiere, können Krankheitsüberträger sein. Tollwut ist in der tropischen Tierwelt sehr verbreitet, besonders in städtischen Gebieten. Vorsicht auch vor Bissen durch giftige Tiere, die in den Tropen häufiger vorkommen als bei uns.
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UNFÄLLE VORBEUGEN
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Sicherheit der Verkehrsmittel entsprechen unter Umständen nicht dem gewohnten Standard, ärztliche Hilfe ist vielleicht schwierig zu erreichen. Seien Sie beim Autofahren besonders wachsam, verzichten Sie auf Langdistanz- und nächtliche Fahrten.
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SONNE IN MASS GENISSEN
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Schützen Sie Ihr Kind umfassend mit Sonnencreme Faktor 15 bis 28, Sonnenhut und Brille vor starker Sonneneinwirkung.
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Sonnenbaden zwischen 10 und 15 Uhr sollte vermieden werden, Kinder unter einem Jahr sollten nie direkt der Sonne ausgesetzt werden.
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Achten Sie darauf, dass Sie und Ihr Kind genügend trinken. Nehmen Sie auch für kurze Ausflüge immer genügend Flüssiges mit; niemand ist gegen Pannen oder Staus gefeilt.
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